Wie können Menschen im Rollstuhl eine Sehenswürdigkeit vor der Reise prüfen?

Menschen im Rollstuhl planen ihre Reisen oft deutlich sorgfältiger als andere Reisende. Sie müssen bereits im Voraus wissen, ob eine Sehenswürdigkeit, ein Museum oder ein touristischer Ort wirklich zugänglich ist. Viele Informationen im Internet bleiben jedoch unklar. Fotos zeigen oft nur schöne Perspektiven, aber nicht, ob Wege, Eingänge oder Räume tatsächlich rollstuhlgängig sind. Tourismusdestinationen stehen deshalb vor der Herausforderung, ihren Gästen verlässliche Einblicke zu ermöglichen.

Warum Fotos oft nicht ausreichen

Wenn Reisende eine Sehenswürdigkeit online anschauen, sehen sie meist einzelne Bilder. Diese zeigen zwar die Atmosphäre eines Ortes, beantworten jedoch selten die wichtigsten Fragen für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen.

Zum Beispiel:

  • Gibt es Stufen beim Eingang?
  • Wie breit sind Wege oder Türen?
  • Gibt es genügend Platz zum Manövrieren?
  • Wie ist der Weg durch das Gebäude aufgebaut?

Solche Informationen sind für viele Menschen entscheidend, um überhaupt entscheiden zu können, ob sie einen Ort besuchen können.

Unsicherheit verhindert Reisen

Wenn Reisende nicht wissen, ob ein Ort zugänglich ist, verzichten viele lieber auf einen Besuch.

Für Tourismusdestinationen bedeutet das, dass potenzielle Gäste gar nicht erst kommen, weil ihnen die notwendigen Informationen fehlen.

Transparente Einblicke können diese Unsicherheit deutlich reduzieren.

Virtuelle Rundgänge zeigen die Realität

Virtuelle Rundgänge ermöglichen es Gästen, einen Ort digital zu betreten und sich frei durch Räume oder Wege zu bewegen.

Menschen im Rollstuhl können dadurch bereits vor der Reise sehen:

  • wie der Eingang gestaltet ist
  • ob Treppen vorhanden sind
  • wie Wege verlaufen
  • wie gross Räume sind
  • wie Besucher sich durch eine Sehenswürdigkeit bewegen

Diese realistischen Einblicke helfen Reisenden, besser einzuschätzen, ob ein Besuch möglich ist.

Kombination mit Informationen zur Zugänglichkeit

Virtuelle Rundgänge lassen sich ideal mit Informationen zur Barrierefreiheit kombinieren.

3W-Room arbeitet unter anderem mit Lösungen wie Ginto, die zusätzliche Informationen über die Zugänglichkeit von Orten bereitstellen.

Diese Kombination ermöglicht eine besonders transparente Darstellung touristischer Orte.

Nachhaltiger und inklusiver Tourismus

Wenn Destinationen ihre Sehenswürdigkeiten auch für Menschen mit Einschränkungen zugänglich machen, stärken sie einen inklusiven Tourismus.

Die virtuellen Rundgänge von 3W-Room unterstützen Projekte im Sinne der Sustainable Development Goals (SDGs)der Vereinten Nationen und fördern nachhaltige Lösungen im Tourismus.

3W-Room engagiert sich zudem im Rahmen von Initiativen wie Swisstainable, die nachhaltigen Tourismus in der Schweiz stärken.

Fazit

Menschen im Rollstuhl benötigen verlässliche Informationen, um Reisen planen zu können.

Virtuelle Rundgänge ermöglichen es, Sehenswürdigkeiten bereits vor der Reise realistisch zu erkunden. Dadurch erhalten Reisende mehr Sicherheit und Tourismusdestinationen können ihre Angebote für ein breiteres Publikum sichtbar machen.